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Mag Viktor Klima

Viktor Klima

Nach dem Rücktritt von Franz Vranitzky im Jänner 1997 übernimmt Finanzminister Viktor Klima dessen Aufgaben als Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzender.

 

Während Viktor Klimas Regierungszeit gelingt es, zahlreiche groß angelegte Reformvorhaben umzusetzen. Darunter fallen vor allem der Beschluss der Konsolidierungsbudgets 1996 und 1997 sowie eine Pensionsreform, aber auch zahlreiche Reformen im Familienrecht, das Regionalradiogesetz und Novellierungen der Ausländer- und Asylgesetze.

 

Unter seine Kanzlerschaft fällt auch der erste österreichische EU-Vorsitz in der Geschichte. Bei den Gipfeln in Pörtschach und Wien werden Wege zur Stärkung der wirtschaftlichen Stabilität und Beschäftigung, der inneren Sicherheit und der politischen Rolle Europas in der Welt diskutiert und die europäische Gemeinschaftswährung vorbereitet.

 


Ende der großen Koalition

 

Nach den Nationalratswahlen am 3. Oktober 1999 steht Österreich vor einer völlig neuen politischen Situation. Erst 67 Tage nach der Wahl wird der Auftrag zur Regierungsbildung gegeben – ein deutliches Zeichen für die Komplexität der innerpolitischen Situation. Die anschließenden Koalitionsverhandlungen zwischen SPÖ und ÖVP scheitern an den Forderungen der Volkspartei. Die ÖVP nimmt, ohne dafür den Auftrag des Bundespräsidenten Thomas Klestils erhalten zu haben, Koalitionsverhandlungen mit der FPÖ auf. Unter heftigen Protesten im In- und Ausland wird die ÖVP-FPÖ-Koalition am 2. Februar 2000 angelobt.



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